Pierre Rabhi

Pierre Rabhi – Frankreich
"Die Städter können sich sehr wohl mit der Landbevölkerung solidarisieren und auf diese Weise eine Brücke bilden, die über die Welt der Geschäftemacherei hinweg führt. Autonomie, das ist heute das Schlüsselwort."
Pierre Rabhi ist einer der Pioniere der ökologischen Landwirtschaft. Schon sehr früh mit den Problemen eines intensiv betriebenen Ackerbaus konfrontiert und davon überzeugt, dass dieser verheerende Folgen für unsere Ökosysteme hat, beschließt er in den 60er Jahren, gemeinsam mit seiner Frau im Département Ardèche einen Experimentierbetrieb für ökologische Landwirtschaft auf die Beine zu stellen.
Seit 1981 gibt er sein Wissen auf der ganzen Welt bereitwillig weiter, um es auch den Mittellosesten zu ermöglichen, zu einer gewissen Autonomie bei der Nahrungsversorgung zurückzufinden und sich die Grundlagen ihrer Ernährung zu bewahren. 1985 gründet er in Partnerschaft mit dem Verein Point Mulhouse und mit Unterstützung des damaligen Präsidenten Thomas Sankara das erste Ausbildungszentrum für Agrarökologie in Burkina Faso (heute wenden über 90.000 Bauern dieses afrikanischen Landes die von ihm gelehrten Methoden an).
Später ruft er die Organisation CIEPAD ins Leben, ein internationales Forum zur Förderung von Entwicklungsprojekten, dessen Vorsitz er bis zum Jahr 1998 innehat. Als Chevalier der französischen Ehrenlegion ist er weltweit ein angesehener Experte für Ernährungssicherheit. So hat er auch an der Ausarbeitung der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung mitgewirkt.
Heute leitet er den Verein "Terre et Humanisme" und die Bewegung "Colibris". Letztere ist nicht nur Koproduzent dieses Films, sondern hat sich überdies für die Unterstützung vielfältiger Projekte einen Namen gemacht, die allesamt Lösungen für eine bessere Zukunft bieten. Darüber hinaus hat Pierre Rabhi bei der Gründung verschiedener anderer Organisationen mitgewirkt, so etwa "Les Amanins", "Les Amis de Solans" oder "Oasis en tous lieux".
Beseelt von dem Wunsch, seine Erfahrungen und sein Wissen weiterzugeben, veranstaltet er im Rahmen des Vereins "Colibris" zahlreiche Lehrgänge und Workshops. Außerdem hat er vielfältige Schriften veröffentlicht, darunter "L'Offrande au crépuscule", das mit einem Preis des französischen Landwirtschaftministeriums ausgezeichnet wurde, oder auch "La part du Colibri" und "Manifeste pour la terre et l'Humanisme". Im letzten April ist sein neuestes Buch, "Vers la sobriété heureuse", erschienen.

