Die Landlosenbewegung MST

Die Landlosenbewegung MST

Die in den 70er Jahren ins Leben gerufene brasilianische Landlosenbewegung MST  (Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra) hat sich vor allem drei Ziele gesetzt: den Kampf um die Bodenrechte, die Durchsetzung einer Agrarreform und das Engagement für eine gerechtere Gesellschaft.

Die im MST organisierten Landarbeiter unterstützen Initiativen, die zur Überwindung der gravierenden Strukturprobleme Brasiliens beitragen, wozu etwa die soziale Ungerechtigkeit, ethnische Diskriminierungen und die Ausbeutung billiger Arbeitskräfte gehören. Sie sind der Ansicht, dass die Lösung dieser Probleme nur mittels einer breit angelegten Volksbewegung erreicht werden kann, deren Mobilisierung einen großen Zusammenschluss der arbeitenden Bevölkerung voraussetzt. Der wirksamste Beitrag des MST zu diesem Gesellschaftsprojekt bestünde dann darin, sich für eine Agrarreform und für die Demokratisierung des Zugangs zu den Böden und zu den Mitteln für die Nahrungsproduktion einzusetzen.

Auf internationaler Ebene ist das MST Mitglied der "Via campesina", in der sich Kleinbauern- und Landarbeiterbewegungen aus allen fünf Kontinenten zusammengeschlossen haben.

www.mst.org.br