Ana Primavesi – Brasilien

Ana Primavesi – Brasilien
"Hinter gentechnisch veränderten Organismen verbirgt sich nichts anderes als eine Anpassung des Ackerbaus an tote Erde."
Ana Primavesi war in ihrem aktiven Berufsleben Agrarökonomin, Ärztin und Professorin für Bodennutzung an der Universität Santa Maria (Bundesstaat Rio Grande so Sul). Zwar ist sie mittlerweile pensioniert, was sie aber nicht daran hindert, einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb in Itai (Bundesstaat São Paulo) zu führen. Darüber hinaus ist sie wissenschaftliche Beraterin der Stiftung Mokiti Okada, die sich für ein besseres Leben auf unserem Planeten einsetzt.
Ana Primavesi hat 85 wissenschaftliche Artikel in verschiedenen brasilianischen und internationalen Zeitschriften veröffentlicht. Darüber hinaus ist sie die Autorin von acht Fachbüchern. An einer Vielzahl von Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie in den Ausbildungseinrichtungen diverser Agrarverbände hat sie über 500 Seminare und Lehrgänge veranstaltet, und dies nicht nur in Brasilien, sondern in ganz Lateinamerika und in Spanien.
Sie war an der Gründung mehrerer Verbände beteiligt, zu denen etwa der Verein "Agricultura Orgânica do Brasil" (AAO), das "Movimento Agro-Ecológico da América Latina" (MAELA) und die lateinamerikanische Vertretung des Weltverbands für biologische Landwirtschaft (IFOAM) gehören. Ana Primavesi ist nicht nur Ehrenmitglied zahlreicher ökologischer Bewegungen in verschiedenen Ländern Lateinamerikas und Europas, sondern hat auch einen Lehrstuhl für Agrarökologie an der Universität "Ciego e Ávila" in Kuba inne. Sie ist mit einer Vielzahl von Auszeichnungen bedacht worden, darunter mit dem alle zwei Jahre vergebenen MAELA-Preis und im Jahr 2006 mit dem Preis des brasilianischen Landwirtschaftsministeriums.
Einer von Ana Primavesis Leitsätzen lautet: "Der Schüssel für unser aller Wohlstand und Wohlergehen liegt in einem respektvollen Umgang mit der Erde und im Wissen darum, wie die Böden korrekt zu behandeln sind."

